Als sogenannten E-Sport (elektronischer Sport) bezeichnet man den Wettkampf von Computerspielen im LAN (Local Area Network) oder im Internet, welche im Mehrspielermodus stattfinden. Im E-Sport organisierte Mannschaften werden oftmals Clans genannt und können dabei ein eingetragener Verein (e.V.) oder eine eigene Firma (GbR, GmbH oder Ltd.) sein.
Die Disziplinen im E-Sport sind Computerspiele verschiedener Genres, die sich über die Jahre fest verankert haben und von großer Beliebtheit sind. Als erstes Spiel und gleichzeitiger Vater des E-Sports wird das von id Software veröffentliche Quake bezeichnet. Auch das mittlerweile weltgrößte IRC-Netzwerk (Internet Relay Chat), Quakenet, wurde nachdem Ego-Shooter benannt und diente anfangs als kleines Netzwerk für Quakespieler. Heute tummeln sich im Quakenet auch die Spieler der beliebtesten Spiele im E-Sport. Darunter befinden sich unteranderem Counter-Strike, der beliebteste Ego-Shooter, Warcraft 3, ein Strategiespiel mit Fantatsiefiguren, und die Sportsimulation FIFA. Die Begegnungen im E-Sport werden als Clan-Wars bezeichnet und beschreibt die Partie zwischen zwei Clans.
Professionell wird der E-Sport in Deutschlands und Europas größten Liga, der Electronic Sports League (ESL) betrieben. Hier treten in der sogenannten ESL Pro Series (EPS) die 16 besten Teams in Deutschland gegeneinander an. Eine Saison der EPS dauert in der Regel 15-Spieltage und ein halbes Jahr. Am Ende jeder Saison treffen dann die ersten vier Teams der Tabelle auf einem Finale aufeinander. Der Turniermodus auf dem Finale wird als Single-Elimination bezeichnet, was mit der K.O.-Runde im Fußball vergleicht werden kann. Dazu werden die Spiele im Best-Of-Three Verfahren ausgespielt, wo ein Team mindestens zwei Clan-Wars für sich entscheiden muss.


















